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Westfalen-Blatt schreibt über unsere Kochbuchveröffentlichung „Aramäisch kochen“

Westfalen-Blatt_Aramäisch_kochen

Endlich, nach etwa über einer Woche nach unserer Buchvorstellung am 01.12.2013 in Paderborn, haben wir die Gelegenheit, über unser Event zu berichten.

Wir 3 Autoren sind sehr glücklich über unsere gelungene und erfolgreiche Buchvorstellung, bei der über 100 aramäische und deutsche Gäste erschienen sind. Alle genossen die aramäischen Köstlichkeiten von Lamas Kochkunst.

Heute erschien auch der Zeitungsartikel im Westfalen-Blatt über die Veröffentlichung von unserem Kochbuch „Aramäisch kochen“ am 01.12.2013.

Westfalen-Blatt_Aramäisch_kochen

Viele der Bücher hatten wir schon passend zur Weihnachtszeit eingepackt.

Buchvorstellung_Aramäisch_kochen

Hier hält Saliba Celik den Vortrag über die Enstehung des Kochbuches. Es wurden die zwei wichtigsten Beweggründe näher erläutert und aber auch die zwei größten Herausforderungen detailiert beschrieben, mit denen die Autoren zu kämpfen hatten.

Aramäisch_Kochen_Gäste_Buchvorstellung

Einiges zum Lachen gab es beim Vortrag auch. Saliba Celik legte allen jungen aramäischen Männern ans Herz, ihren Partnerinnen auf jeden Fall das Kochbuch zu kaufen. Vor allem dann, wenn die jungen Männer die Kutle von der lieben Mama vermissen. Die Kutle, die gefüllten Bulgurtaschen mit Hackfleisch, sind eines der Nationalgerichte der Aramäer bzw. Suryoye. „Und wenn Deine Frau Dir keine Kutle zubereiten will, so mach Dir Deine Kutle eben selbst!“, appellierte Saliba Celik an die männlichen Zuhörer nach dem Motto „selbst ist der Mann.“

Maria_Aslan_Lama_Dursun_aramäisch_kochen

Es wurden viele Köstlichkeiten aus der aramäischen Küche vorgezaubert, unter anderem auch die Baqlawa di coqolata, Lamas heiss begehrte Schokoladenrauten. Die Schokoladenrauten sind eine eigene Kreation von Lama Dursun und sind wie jedes Jahr innerhalb kürzester Zeit aufgegessen. Während der Buchvorstellung erging es den Schokoladenrauten leider nicht anders, auch an diesem Tag waren sie schneller verschwunden als man hinschauen konnte 😉

Aramäisch_Kochen_Event_baqlawa_coqolata_Lama_Dursun

Auch die gefüllten Käsehörnchen (aramäisch = Šamborakat malife cam gweto) fanden großen Gefallen bei den Gästen und beim Fotografen vom Westfalen-Blatt, der schließlich diese fürs Titelbild auswählte.

Gefüllte Käsehörnchen_Šamborakat malife cam gweto

Wir Autoren danken allen Gästen fürs Erscheinen und für die Aufmerksamkeit, die uns dadurch geschenkt wurde. Denn zum 1. Advent sitzen viele Familien eher zu Hause beisammen. Umso mehr freuten wir uns auf die vielen Gäste und natürlich auch über die verkauften Bücher.  Bedanken möchten wir uns auch für die guten Gespräche bei schwarzem Tee, Kaffee und den leckeren Köstlichkeiten aus der aramäischen Küche.

Herzlichst

Eure Lama, Maria und Saliba

 

Aramäisch kochen – Vorwort und Danksagung

Vorwort und Danksagung

Neben der Liebe zum Kochen gab es weitere wichtige Beweggründe, die uns veranlasst haben, dieses zu Buch zu schreiben. Uns ist es wichtig, unser eigenes Volk als Leser zu gewinnen. Die Aramäer ohne einen eigenen Staat müssen sich weltweit in über 20 fremdsprachigen Ländern tagtäglich behaupten. Die Gefahr, die eigene Sprache und folglich auch die Identität in der Diaspora zu verlieren, wächst von Jahr zu Jahr.

Dabei spielt die aramäische Küche bzw. Esskultur ebenfalls eine wichtige Rolle. Denn wie in allen südländischen Kulturen, so verbindet auch bei den Aramäern die Esskultur die Menschen mit der eigenen Sprache. Früher wurde das Wissen um die aramäische Kochkunst traditionsgemäß von der Mutter auf die Tochter übertragen.

Seit mehreren Jahrzehnten hat sich ein Großteil der Aramäer in den westlichen Industrienationen niedergelassen und sehr gut integrieren können. In diesen Ländern kochen im Regelfall die Mütter für ihre Kinder, solange sie im Haus sind. Die noch nicht ausgezogenen Kinder, gleichgültig welchen Alters, kochen dagegen sehr selten. Folglich beginnen die meisten heranwachsenden Kinder erst dann selbst zu kochen, wenn sie bereits ausgezogen sind. Dadurch ergeben sich kaum noch Gelegenheiten, die traditionelle Kochkunst zu erlernen. Die mobile Arbeitswelt von heute erschwert diesen Zustand zusätzlich. Denn oft ziehen die Kinder der Arbeit wegen in größere Städte.

Mit diesem Kochbuch wollen wir den jungen Frauen und Männern eine Möglichkeit bieten, die Spezialitäten der aramäischen Küche wieder zu erlernen. Ebenso wichtig ist es uns, das Interesse der Leser aus dem deutschsprachigen Raum zu wecken. Wir wollen erreichen, dass man in Deutschland, Österreich und in der Schweiz die würzig-aromatische Vielfalt der aramäischen Küche kennen- und lieben lernt. Außerdem freuen wir uns sehr, wenn wir unser Volk und unsere Kultur durch die aramäische Kochkunst
bekannter machen.
Dieses Buch hat keinen Anspruch auf eine vollständige Sammlung aller aramäischen Gerichte. Jedoch wollen wir hier den Anfang machen, um das wertvolle Wissen um die aramäische Kochkunst zu bewahren.
Danken wollen wir folgenden Personen:
Atiya Aslan, Gezale Aslan, Zakija Aslan, Besna Celik, Nahid Fadai, Ninwa Aslan, Zeki Bilgic (NISIBIN), Hanna Sabo, René Marty, Julia Witzel, Katharina Schwamberger, Benjamin Küster, Stefan Bechstein, Iara Fidrowicz, Süleyman Celik, Johannes Celik, Michael Bakircioglu (KraS) und Adiba Dal. Jede dieser Personen hat uns auf ihre Weise bei diesem Werk unterstützt.

Herzlichst Lama Dursun, Maria Aslan und Saliba Celik
Paderborn, 15. November 2013